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Autismus: Eigene Welt

Autismus ist unheilbar - trotzdem kann geholfen werden. Selten hat ein Film so viel Positives bewirkt wie "Rain Man". Dustin Hoffmans Darstellung eines Autisten hat nicht nur vier Oskars eingebracht, sondern auch Wissen und Einstellung zu dieser Krankheit verändert. Autismus ist zwar nach wie vor unheilbar, aber mit gezielter Förderung und viel Verständnis kann man den Betroffenen helfenAutismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die die Verarbeitung von Sinneseindrücken im zentralen Nervensystem beeinflusst. Autisten sind nicht in der Lage, zu ihrer Umwelt eine normale Beziehung aufzubauen. Sie haben enorme Schwierigkeiten, die auf sie einwirkenden Sinneseindrücke zu einem stimmigen und sinnvollen Ganzen zusammenzusetzen. Univ.-Prof. Dr. Ernst Berger, Leiter der Abteilung für Jugendpsychiatrie des Psychosozialen Dienstes Wien: "Das Netz von Selbstverständlichkeiten, auf das wir unser Sozialverhalten stützen, fehlt bei Autisten." Die auffälligsten Defizite haben Personen mit autistischen Störungen deshalb im Bereich des Sozialverhaltens und der Kommunikation. Dazu kommt das monotone Wiederholen von Handlungen. So können autistische Kinder nur schwer Beziehungen zu anderen Kindern aufbauen, leiden meist unter einer verzögerten Sprachentwicklung und sind unfähig, Mimik und Gestik adäquat als Ausdrucksmöglichkeiten einzusetzen. Typisch ist auch ein zweckentfremdeter und monotoner Gebrauch von Spielsachen - etwa wenn unentwegt das Rad eines Modellautos gedreht wird.Früher hat man die Krankheit in verschiedene Erscheinungsformen eingeteilt, etwa das nach dem österreichischen Kinderarzt und Psychiater benannte Asperger-Syndrom oder das nach dem ebenfalls aus Österreich stammenden Kinderpsychiater benannte Kanner-Syndrom. Aktuell dürfte sich eine etwas weiter gefasste Sicht etablieren. Professor Berger: "Heute spricht man von einem Autismusspektrum, in das auch andere verwandte Störungen eingerechnet werden."

Freitag, 30.07.2010, 11:58

Bodybuliding: Teure Muskeln

Frauen-Bodybuilding als gefährliche Facette der Emanzipation. Wer sich einen Muskelprotz nur männlich vorstellen kann, lebt in der Vergangenheit. Heute sind Muskelpakete auch für viele Frauen ein Statussymbol. Dazu sind sie auch bereit, ihre Gesundheit mit Anabolika zu gefährden. Die Entwicklung sei nicht ungewöhnlich, meint der Wiener Sportsoziologe Professor Weiß. Dies sei nur eine weitere Facette der Emanzipation.Zwischen 70 und 80 Prozent der Besucher von Fitness-Studios sind mittlerweile Frauen. Besonders in Studios der gehobenen Klasse können sich Männer an den Kraftmaschinen bisweilen schon recht einsam fühlen. Der Trend ist seit Jahren ungebrochen. Und für Prof. Dr. Otmar Weiß, Leiter der Abteilung für Sportsoziologie am Institut für Sportwissenschaften der Universität Wien nicht weiter verwunderlich: "Die Emanzipation und Integration der Frauen in praktisch allen gesellschaftlichen Bereichen hat eben auch auf diesem Gebiet zu einer Angleichung der Geschlechter geführt. Bodybuilding ist nicht mehr länger eine Domäne der Männer.” Parallel dazu habe sich auch ein neues Idealbild entwickelt, wie eine moderne Frau auszusehen habe. Professor Weiß: "So wie die Frau um 1900 eine enge Taille haben wollte und sich dafür in Mieder schnüren ließ, so streben die Frauen nun nach einem sportlichen muskelbepackten Körper. Der Muskelaufbau ist Statussymbol.” Die Instrumente dazu seien vorhanden und würden genützt - und zwar nicht nur Hantel und Streckbank. Viele Frauen sind auch bereit für größere Muskelpartien in die Dopingkiste zu greifen. Bei einer anonymen Umfrage, die von Sportmedizinern der Universität Lübeck unter insgesamt 454 Männern und Frauen in 58 kommerziellen Sportstudios in Deutschland durchgeführt wurde, gaben 22 Prozent der Männer und acht Prozent der Frauen zu, den Muskelaufbau mit anabolen Steroiden, meist nur Anabolika genannt, zu unterstützen. Professor Weiß: "Ich rechne in diesem Zusammenhang mit einer relativ hohen Dunkelziffer. Denn wer gibt den Anabolika-Konsum schon gerne zu.”

Freitag, 30.07.2010, 11:58

Schilddrüsen-erkrankung Hashimoto-Thyreoiditis

Klein, aber oho: Die Schilddrüse ist zwar kein großes Organ, sie ist aber für viele Stoffwechselvorgänge im Körper unerlässlich. Eine Funktionsstörung - wie sie bei der Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis auftreten kann - hat vielfältige Auswirkungen: Nach anfänglichen Symptomen wie Schwitzen oder Unruhe können langfristig Konzentrationsstörungen, Gewichtszunahme oder Haarausfall auftreten. Dr. Wolfgang Buchinger vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz-Eggenberg verrät, was hinter der Erkrankung steckt.Bei "Hashimoto-Thyreoiditis" - auch als chronische Autoimmunthyreoiditis (AIT) bezeichnet - handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. "Das körpereigene Immunsystem produziert Antikörper gegen Teile der Schilddrüsenzellen. Es handelt sich somit um eine Fehlreaktion", erklärt Buchinger von der Schilddrüsenambulanz der Internen Abteilung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Graz-Eggenberg. Die Krankheit ist nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto benannt. Er hat die Krankheitssymptome als Erster beschrieben. Frauen, vor allem ältere nach der Menopause, sind häufiger betroffen als Männer.

Freitag, 30.07.2010, 11:57

Kinderunfälle: Sport reduziert Verletzungsrisiko

Die vergangene Fußballweltmeisterschaft nimmt das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) zum Anlass, auf die Wichtigkeit von Bewegungsförderung im Kindesalter hinzuweisen. Fußball und ähnliche Sportarten reduzieren nämlich das Verletzungsrisiko.Etwa 47.500 Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren verletzen sich jährlich bei Unfällen zuhause oder in der Freizeit so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Dabei passieren drei von fünf Unfällen in der eigenen Wohnung oder in deren näherer Umgebung.

Freitag, 30.07.2010, 11:57

Sommerliche Hitze: Verhaltensregeln für Kinder

Von kalt auf heiß innerhalb von wenigen Tagen: Starke Temperaturschwankungen sind derzeit keine Seltenheit. Vor allem für die Kleinsten kann das eine große Belastung darstellen. Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber vom Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK) verrät, warum Kinder anders auf die sommerliche Hitze reagieren und wie man sie am besten davor schützt.Von einigen Grad über Null bis zur 30-Grad-Marke innerhalb von nur wenigen Tagen - derartige Temperaturschwankungen sind derzeit keine Seltenheit und belasten den Körper. Besonders Kinder können sich weniger gut an den Wechsel zwischen Kälte und Hitze anpassen. Sie haben eine geringere Hitzetoleranz. "Kinder haben im Verhältnis zu ihrem Gewicht eine größere Körperoberfläche als Erwachsene. Die Folge ist, dass sie mehr Flüssigkeit abgeben. Die Gefahr des Austrocknens ist dadurch größer", erklärt Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schreiber, Chefarzt des ÖRK.Der Mediziner appelliert bei sommerlicher Hitze an die Vernunft der Eltern: "Dass man bei 35 Grad Celsius das Kind nicht in der Mittagsonne im Freien liegen lassen soll, sondern einen Schatten aufsucht und direkte Sonneneinstrahlung meidet, sollte klar sein."

Freitag, 30.07.2010, 11:57

Wein senkt Rheumarisiko

Wer sich mehr als zehn Mal pro Monat ein wenig Alkohol genehmigt, verringert die Gefahr, Rheuma zu bekommen. Bereits Erkrankte könnten den Schweregrad der Entzündung reduzieren, haben Wissenschaftler der Universität Sheffield jetzt herausgefunden.

Freitag, 30.07.2010, 00:04

"Herz"liche Kooperation

Kinder, die vor zwanzig Jahren am Herzen operiert wurden, werden erwachsen - und sind zu groß für die Betten der Kinderklinik Linz. Die Barmherzigen Schwestern übernehmen jetzt deren Betreuung.

Mittwoch, 28.07.2010, 00:04

Hausmittel aus aller Welt

Sanddorn gegen Erkältung und Pfeffer gegen Hexenschuss. Ob Schnupfen, Kopfschmerz oder Muskelverspannungen, laut Studie greifen knapp 40 Prozent der Bevölkerung zu bewährten Hausmitteln, bevor sie Chemie einsetzen. Wir haben einige solcher traditioneller Heilmittel aus aller Herren Länder zusammengetragen. Manche davon sind auch bei uns bekannt oder haben sich eingebürgert.

Mittwoch, 28.07.2010, 00:04

Weg vom Bluthochdruck

Die Hitze der Vorwoche machte Bluthochdruckpatienten zu schaffen. Leider wissen viele Hypertoniker nichts von ihrem Leiden, das die Gefäße schädigt. Die Vortragsreihe "Treffpunkt Gesundheit" informiert am 29. Juli im Neuen Rathaus Linz über Vorsorge, Therapie und Heilpflanzen, mit denen man Hochdruck zu Leibe rückt.

Mittwoch, 28.07.2010, 00:04

Die Medizin entdeckt die Seele

"Es gibt keine Gesundheit ohne seelische Gesundheit", sagt Werner Schöny, Leiter der Landesnervenklinik, zur steigenden Zahl der Krankenstände durch psychische Krankheiten. Seelische Gesundheit ist neben der Altersmedizin eine große medizinische Herausforderung.

Mittwoch, 28.07.2010, 00:04

Schlaflabor für Kinder

Einschlaf- und vor allem Durchschlafstörungen bei Kindern sind für viele Eltern ein Problem. Nützen alle Ratschläge und Hausmittel nichts, kann eine Nacht im "Kinder-Schlaflabor" hilfreich sein.

Mittwoch, 28.07.2010, 00:04

Morbus Bechterew: "Wir sind keine Jammerer"

Margret Tautschnig (68) aus Bad Ischl ist frisch verliebt, vor wenigen Wochen hat sie das dritte Mal geheiratet. Sie ist eine Frau voller Lebensfreude, obwohl sie seit mehr als 30 Jahren an Morbus Bechterew leidet.

Mittwoch, 28.07.2010, 00:04

Darmspiegelung: Betäubung möglich?

Welche Möglichkeiten der Betäubung gibt es bei einer Darmspiegelung beziehungsweise mit welchen Nebenwirkungen muss ich im Fall einer Betäubung rechnen? Rudolf K.

Mittwoch, 28.07.2010, 00:04