Österreich / oe24.at - Weltpolitik
Europa im Würgegriff der Eiszeit-Kälte
Mehr als 250 Kälte-Tote, Schnee in Palma de Mallorca.
Europa friert, sogar der Süden versinkt im Schnee. Die Sibirien-Kälte legt ganze Länder lahm.
Europa friert, sogar der Süden versinkt im Schnee. Die Sibirien-Kälte legt ganze Länder lahm.
Sonntag, 5.02.2012, 09:52
Mitt Romney fährt deutlichen Sieg ein
Rivale Newt Gingrich vom zweiten Platz aus weiter kämpferisch.
Mitt Romney, Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner, hat seine Rolle als Favorit im parteiinternen Vorwahlkampf weiter festigen können. Aus der Abstimmung im Staat Nevada ging Romney am Samstag (Ortszeit) ersten Ergebnissen zufolge mit 42,5 Prozent der Stimmen als klarer Sieger hervor. Sein ärgster Rivale Newt Gingrich, Ex-Präsident des Repräsentantenhauses, folgte nach Auszählung von knapp 43 Prozent der Stimmen mit 26,2 Prozent auf Platz zwei.
Mitt Romney, Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner, hat seine Rolle als Favorit im parteiinternen Vorwahlkampf weiter festigen können. Aus der Abstimmung im Staat Nevada ging Romney am Samstag (Ortszeit) ersten Ergebnissen zufolge mit 42,5 Prozent der Stimmen als klarer Sieger hervor. Sein ärgster Rivale Newt Gingrich, Ex-Präsident des Repräsentantenhauses, folgte nach Auszählung von knapp 43 Prozent der Stimmen mit 26,2 Prozent auf Platz zwei.
Sonntag, 5.02.2012, 09:13
Russland lässt Syrien-Resolution platzen
Auch China hat bei der UN-Sondersitzung ein Veto eingelegt.
Russland hat seine Drohung wahr gemacht und auch die jüngste Syrien-Resolution mit seinem Veto blockiert. Moskaus UN-Botschafter Witali Tschurkin stimmte am Samstag auf einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates in New York trotz einer großen Mehrheit gegen einen von Arabern und Europäern unterstützten Entwurf. Auch China legte ein Veto ein. Jede der fünf Vetomächte kann jede noch so starke Mehrheit überstimmen.
Russland hat seine Drohung wahr gemacht und auch die jüngste Syrien-Resolution mit seinem Veto blockiert. Moskaus UN-Botschafter Witali Tschurkin stimmte am Samstag auf einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates in New York trotz einer großen Mehrheit gegen einen von Arabern und Europäern unterstützten Entwurf. Auch China legte ein Veto ein. Jede der fünf Vetomächte kann jede noch so starke Mehrheit überstimmen.
Samstag, 4.02.2012, 18:01
Fitness-Trainerin verführte 14-Jährigen
Der 34-jährigen Frau aus Utah drohen jetzt bis zu 15 Jahre Haft.
Suni Faith Anderson (34) wurde von einem Gericht in St. George 8utah) schuldig gesprochen, einen damals 14-jährigen Schüler zum Sex verführt zu haben. Die Affäre dauerte zwei Jahre.
Suni Faith Anderson (34) wurde von einem Gericht in St. George 8utah) schuldig gesprochen, einen damals 14-jährigen Schüler zum Sex verführt zu haben. Die Affäre dauerte zwei Jahre.
Samstag, 4.02.2012, 16:40
Briten schicken U-Boot zu Falkland-Inseln
Prinz William absolviert einen sechswöchigen Einsatz auf den Falklands.
Großbritannien hat nach einem Zeitungsbericht eines seiner Atom-U-Boote in die Gewässer vor den Falkland-Inseln (Malvinas) im Südatlantik entsandt. Das U-Boot der Trafalgar-Klasse soll bis Anfang April vor den Inseln sein und dort Patrouille fahren, berichtete "Daily Mail" am Samstag. Eine Bestätigung des Verteidigungsministeriums gab es dafür nicht. Das Ministerium kommentiere grundsätzlich keine Bewegungen von U-Booten, hieß es.
Am 2. April vor 30 Jahren war zwischen Großbritannien und Argentinien ein Krieg um die Falkland-Inseln ausgebrochen, der fast 1000 Menschen das Leben kostete. Zuletzt waren die Spannungen zwischen beiden Ländern wieder stärker geworden. Argentinien erhebt Anspruch auf die Inselgruppe, die seit 1833 britisch ist. Zuletzt hatte es Streit um britische Ölbohrungen vor der Küste der Falklandinseln gegeben.
Laut "Daily Mail" hat Premierminister David Cameron persönlich der U-Boot-Mission zugestimmt. Außerdem heißt es, es seien spanisch sprechende Übersetzer an Bord, um Marine-Funk in der Region mithören zu können. Kritiker vermuten, dass Argentinien erneut eine Provokation hinter der Mission sehen könnte. Im Falkland-Krieg hatte ein britisches U-Boot das argentinische Marineschiff "General Belgrano" versenkt und 323 Menschen getötet, obwohl das Schiff außerhalb der von den Briten eingerichteten Sperrzone patrouilliert hatte.
Die Nachricht von der Entsendung eines U-Bootes kommt nur zwei Tage nachdem Prinz William, der Enkel von Königin Elizabeth II., für seinen sechswöchigen Einsatz als Hubschrauberpilot auf den Falklands angekommen ist. Nach Darstellung der britischen Regierung handelt es sich um einen normalen Vorgang für Hubschrauberpiloten der Rettungsstaffel innerhalb der Royal Air Force. Argentinien dagegen vermutet hinter der Entsendung des Prinzen eine Provokation. Zuvor hatte Buenos Aires bereits die Entsendung eines modernen Kriegsschiffe, der "HMS Dauntless", zu den Malwinen verurteilt.
Großbritannien hat nach einem Zeitungsbericht eines seiner Atom-U-Boote in die Gewässer vor den Falkland-Inseln (Malvinas) im Südatlantik entsandt. Das U-Boot der Trafalgar-Klasse soll bis Anfang April vor den Inseln sein und dort Patrouille fahren, berichtete "Daily Mail" am Samstag. Eine Bestätigung des Verteidigungsministeriums gab es dafür nicht. Das Ministerium kommentiere grundsätzlich keine Bewegungen von U-Booten, hieß es.
Am 2. April vor 30 Jahren war zwischen Großbritannien und Argentinien ein Krieg um die Falkland-Inseln ausgebrochen, der fast 1000 Menschen das Leben kostete. Zuletzt waren die Spannungen zwischen beiden Ländern wieder stärker geworden. Argentinien erhebt Anspruch auf die Inselgruppe, die seit 1833 britisch ist. Zuletzt hatte es Streit um britische Ölbohrungen vor der Küste der Falklandinseln gegeben.
Laut "Daily Mail" hat Premierminister David Cameron persönlich der U-Boot-Mission zugestimmt. Außerdem heißt es, es seien spanisch sprechende Übersetzer an Bord, um Marine-Funk in der Region mithören zu können. Kritiker vermuten, dass Argentinien erneut eine Provokation hinter der Mission sehen könnte. Im Falkland-Krieg hatte ein britisches U-Boot das argentinische Marineschiff "General Belgrano" versenkt und 323 Menschen getötet, obwohl das Schiff außerhalb der von den Briten eingerichteten Sperrzone patrouilliert hatte.
Die Nachricht von der Entsendung eines U-Bootes kommt nur zwei Tage nachdem Prinz William, der Enkel von Königin Elizabeth II., für seinen sechswöchigen Einsatz als Hubschrauberpilot auf den Falklands angekommen ist. Nach Darstellung der britischen Regierung handelt es sich um einen normalen Vorgang für Hubschrauberpiloten der Rettungsstaffel innerhalb der Royal Air Force. Argentinien dagegen vermutet hinter der Entsendung des Prinzen eine Provokation. Zuvor hatte Buenos Aires bereits die Entsendung eines modernen Kriegsschiffe, der "HMS Dauntless", zu den Malwinen verurteilt.
Samstag, 4.02.2012, 14:57
Massen-Demo für und gegen Putin in Moskau
200.000 Menschen bei Protestmärschen in der Hauptstadt unterwegs.
Bei Massendemonstrationen in Russland haben Gegner und Anhänger von Präsidentenkandidat Wladimir Putin insgesamt rund 200.000 Menschen auf die Straße gebracht. Die Zahl der Putin-Kritiker lag laut Polizei am Samstag noch einmal höher als bei den bisher größten Anti-Regierungsprotesten seit 20 Jahren.
Demnach versammelten sich bei eisigem Frost von fast minus 20 Grad Celsius etwa 36.000 Putin-Gegner in Moskau, rund 7.000 mehr als am 24. Dezember. Die Opposition sprach dagegen sogar von 120.000 Teilnehmern, die eine ehrliche Präsidentenwahl am 4. März sowie mehr politische Freiheiten und einen demokratischen Wandel forderten.
Für und gegen Putin
Das Lager von Putin (59), der nach zwei Amtszeiten von 2000 bis 2008 erneut in den Kreml strebt, brachte 138.000 Unterstützer auf die Straße, wie die Polizei nach Angaben der Agentur Interfax mitteilte. Unabhängige Angaben lagen nicht vor. Der Radiosender Echo Moskwy sprach von einem "Zahlenkrieg" bei dieser vom Machtapparat inszenierten Gegenkundgebung. Staatsmedien berichteten, in der russischen Hauptstadt hätten deutlich mehr Menschen für Putin als gegen ihn demonstriert.
Mehrere unabhängige Medien hatten zuvor von Druck auf Lehrer und Beschäftigte von Staatsbetrieben berichtet, die zur Teilnahme an der Pro-Putin-Kundgebung verpflichtet worden seien. "Putin ist super!" und "Chaos - nein, Putin - ja!" war auf Transparenten zu lesen. Dagegen forderten Anhänger der Opposition ein Macht-Ende für den seit zwölf Jahren in verschiedenen Ämtern regierenden Putin. "Putin, hau ab!" hatten viele Regierungsgegner auf ihre Plakate geschrieben.
An der Kundgebung nahm auch der Multimilliardär und Präsidentenkandidat Michail Prochorow teil, der Putin in eine Stichwahl zwingen will. Die Demonstranten, darunter viele Bürgerrechtler und Intellektuelle, forderten aber vor allem auch die Zulassung des von der Abstimmung ausgeschlossenen prominenten Oppositionspolitikers Grigori Jawlinski. Der Mitbegründer der liberalen Jabloko-Partei forderte die demokratisch gesinnten Kräfte in seiner Rede zur Einheit auf.
Pro-Putin
Die Pro-Putin-Aktion hingegen stand nach Angaben der Organisatoren von der kremltreuen Partei der Patrioten im Zeichen der Stabilität. Das Lager des Regierungschefs hatte nach Bekanntwerden der Oppositionspläne für neue Massenproteste erstmals die Initiative ergriffen, nicht mehr nur den Andersdenkenden den politischen Kampf auf der Straße zu überlassen.
Putin selbst hielt sich am Samstag in der Stadt Tscheljabinsk rund 1.900 Kilometer östlich von Moskau auf. Er hielt es nach eigenen Worten für möglich, dass Staatsbeamte mit Druck zu einer Teilnahme an einer Unterstützerkundgebung gebracht wurden. "Aber bei so vielen Menschen können unmöglich alle gezwungen worden sein", sagte der Regierungschef am Samstag nach Angaben der Agentur Interfax.
Falls die Organisatoren der Pro-Putin-Demonstration eine Strafe dafür zahlen müssten, dass mehr Unterstützer kamen als angemeldet, sei er bereit, Geld beizulegen, sagte der Präsidentenkandidat. Bereits zuvor hatte er betont, er sei wie seine Unterstützer gegen eine Revolution in Russland.
Erstmals Protest zugelassen
Die Behörden hatten zum ersten Mal überhaupt einen Protestzug der Opposition mit angemeldeten 50.000 Demonstranten durch das Zentrum der russischen Hauptstadt zugelassen. Die Gegner Putins fürchten, dass nach der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Parlamentswahl vom 4. Dezember 2011 Putin nun aufgrund einer manipulierten Präsidentenwahl zum dritten Mal in den Kreml einziehen könnte. Allerdings gilt Putin als der mit Abstand beliebteste Politiker.
Allein in Moskau waren 9.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Die Agentur Interfax meldete aus zahlreichen Städten Kundgebungen mit insgesamt mehreren tausend Teilnehmern. In der zweitgrößten Stadt St. Petersburg gingen nach Angaben der Organisatoren 30.000 Menschen auf die Straße. Die Proteste seien friedlich abgelaufen, hieß es.
Bei Massendemonstrationen in Russland haben Gegner und Anhänger von Präsidentenkandidat Wladimir Putin insgesamt rund 200.000 Menschen auf die Straße gebracht. Die Zahl der Putin-Kritiker lag laut Polizei am Samstag noch einmal höher als bei den bisher größten Anti-Regierungsprotesten seit 20 Jahren.
Demnach versammelten sich bei eisigem Frost von fast minus 20 Grad Celsius etwa 36.000 Putin-Gegner in Moskau, rund 7.000 mehr als am 24. Dezember. Die Opposition sprach dagegen sogar von 120.000 Teilnehmern, die eine ehrliche Präsidentenwahl am 4. März sowie mehr politische Freiheiten und einen demokratischen Wandel forderten.
Für und gegen Putin
Das Lager von Putin (59), der nach zwei Amtszeiten von 2000 bis 2008 erneut in den Kreml strebt, brachte 138.000 Unterstützer auf die Straße, wie die Polizei nach Angaben der Agentur Interfax mitteilte. Unabhängige Angaben lagen nicht vor. Der Radiosender Echo Moskwy sprach von einem "Zahlenkrieg" bei dieser vom Machtapparat inszenierten Gegenkundgebung. Staatsmedien berichteten, in der russischen Hauptstadt hätten deutlich mehr Menschen für Putin als gegen ihn demonstriert.
Mehrere unabhängige Medien hatten zuvor von Druck auf Lehrer und Beschäftigte von Staatsbetrieben berichtet, die zur Teilnahme an der Pro-Putin-Kundgebung verpflichtet worden seien. "Putin ist super!" und "Chaos - nein, Putin - ja!" war auf Transparenten zu lesen. Dagegen forderten Anhänger der Opposition ein Macht-Ende für den seit zwölf Jahren in verschiedenen Ämtern regierenden Putin. "Putin, hau ab!" hatten viele Regierungsgegner auf ihre Plakate geschrieben.
An der Kundgebung nahm auch der Multimilliardär und Präsidentenkandidat Michail Prochorow teil, der Putin in eine Stichwahl zwingen will. Die Demonstranten, darunter viele Bürgerrechtler und Intellektuelle, forderten aber vor allem auch die Zulassung des von der Abstimmung ausgeschlossenen prominenten Oppositionspolitikers Grigori Jawlinski. Der Mitbegründer der liberalen Jabloko-Partei forderte die demokratisch gesinnten Kräfte in seiner Rede zur Einheit auf.
Pro-Putin
Die Pro-Putin-Aktion hingegen stand nach Angaben der Organisatoren von der kremltreuen Partei der Patrioten im Zeichen der Stabilität. Das Lager des Regierungschefs hatte nach Bekanntwerden der Oppositionspläne für neue Massenproteste erstmals die Initiative ergriffen, nicht mehr nur den Andersdenkenden den politischen Kampf auf der Straße zu überlassen.
Putin selbst hielt sich am Samstag in der Stadt Tscheljabinsk rund 1.900 Kilometer östlich von Moskau auf. Er hielt es nach eigenen Worten für möglich, dass Staatsbeamte mit Druck zu einer Teilnahme an einer Unterstützerkundgebung gebracht wurden. "Aber bei so vielen Menschen können unmöglich alle gezwungen worden sein", sagte der Regierungschef am Samstag nach Angaben der Agentur Interfax.
Falls die Organisatoren der Pro-Putin-Demonstration eine Strafe dafür zahlen müssten, dass mehr Unterstützer kamen als angemeldet, sei er bereit, Geld beizulegen, sagte der Präsidentenkandidat. Bereits zuvor hatte er betont, er sei wie seine Unterstützer gegen eine Revolution in Russland.
Erstmals Protest zugelassen
Die Behörden hatten zum ersten Mal überhaupt einen Protestzug der Opposition mit angemeldeten 50.000 Demonstranten durch das Zentrum der russischen Hauptstadt zugelassen. Die Gegner Putins fürchten, dass nach der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Parlamentswahl vom 4. Dezember 2011 Putin nun aufgrund einer manipulierten Präsidentenwahl zum dritten Mal in den Kreml einziehen könnte. Allerdings gilt Putin als der mit Abstand beliebteste Politiker.
Allein in Moskau waren 9.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Die Agentur Interfax meldete aus zahlreichen Städten Kundgebungen mit insgesamt mehreren tausend Teilnehmern. In der zweitgrößten Stadt St. Petersburg gingen nach Angaben der Organisatoren 30.000 Menschen auf die Straße. Die Proteste seien friedlich abgelaufen, hieß es.
Samstag, 4.02.2012, 09:31
Massen-Demo für und gegen Putin in Moskau
200.000 Menschen bei Protestmärschen in der Hauptstadt unterwegs.
Bei Massendemonstrationen in Russland haben Gegner und Anhänger von Präsidentenkandidat Wladimir Putin insgesamt rund 200.000 Menschen auf die Straße gebracht. Die Zahl der Putin-Kritiker lag laut Polizei am Samstag noch einmal höher als bei den bisher größten Anti-Regierungsprotesten seit 20 Jahren.
Demnach versammelten sich bei eisigem Frost von fast minus 20 Grad Celsius etwa 36.000 Putin-Gegner in Moskau, rund 7.000 mehr als am 24. Dezember. Die Opposition sprach dagegen sogar von 120.000 Teilnehmern, die eine ehrliche Präsidentenwahl am 4. März sowie mehr politische Freiheiten und einen demokratischen Wandel forderten.
Für und gegen Putin
Das Lager von Putin (59), der nach zwei Amtszeiten von 2000 bis 2008 erneut in den Kreml strebt, brachte 138.000 Unterstützer auf die Straße, wie die Polizei nach Angaben der Agentur Interfax mitteilte. Unabhängige Angaben lagen nicht vor. Der Radiosender Echo Moskwy sprach von einem "Zahlenkrieg" bei dieser vom Machtapparat inszenierten Gegenkundgebung. Staatsmedien berichteten, in der russischen Hauptstadt hätten deutlich mehr Menschen für Putin als gegen ihn demonstriert.
Mehrere unabhängige Medien hatten zuvor von Druck auf Lehrer und Beschäftigte von Staatsbetrieben berichtet, die zur Teilnahme an der Pro-Putin-Kundgebung verpflichtet worden seien. "Putin ist super!" und "Chaos - nein, Putin - ja!" war auf Transparenten zu lesen. Dagegen forderten Anhänger der Opposition ein Macht-Ende für den seit zwölf Jahren in verschiedenen Ämtern regierenden Putin. "Putin, hau ab!" hatten viele Regierungsgegner auf ihre Plakate geschrieben.
An der Kundgebung nahm auch der Multimilliardär und Präsidentenkandidat Michail Prochorow teil, der Putin in eine Stichwahl zwingen will. Die Demonstranten, darunter viele Bürgerrechtler und Intellektuelle, forderten aber vor allem auch die Zulassung des von der Abstimmung ausgeschlossenen prominenten Oppositionspolitikers Grigori Jawlinski. Der Mitbegründer der liberalen Jabloko-Partei forderte die demokratisch gesinnten Kräfte in seiner Rede zur Einheit auf.
Pro-Putin
Die Pro-Putin-Aktion hingegen stand nach Angaben der Organisatoren von der kremltreuen Partei der Patrioten im Zeichen der Stabilität. Das Lager des Regierungschefs hatte nach Bekanntwerden der Oppositionspläne für neue Massenproteste erstmals die Initiative ergriffen, nicht mehr nur den Andersdenkenden den politischen Kampf auf der Straße zu überlassen.
Putin selbst hielt sich am Samstag in der Stadt Tscheljabinsk rund 1.900 Kilometer östlich von Moskau auf. Er hielt es nach eigenen Worten für möglich, dass Staatsbeamte mit Druck zu einer Teilnahme an einer Unterstützerkundgebung gebracht wurden. "Aber bei so vielen Menschen können unmöglich alle gezwungen worden sein", sagte der Regierungschef am Samstag nach Angaben der Agentur Interfax.
Falls die Organisatoren der Pro-Putin-Demonstration eine Strafe dafür zahlen müssten, dass mehr Unterstützer kamen als angemeldet, sei er bereit, Geld beizulegen, sagte der Präsidentenkandidat. Bereits zuvor hatte er betont, er sei wie seine Unterstützer gegen eine Revolution in Russland.
Erstmals Protest zugelassen
Die Behörden hatten zum ersten Mal überhaupt einen Protestzug der Opposition mit angemeldeten 50.000 Demonstranten durch das Zentrum der russischen Hauptstadt zugelassen. Die Gegner Putins fürchten, dass nach der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Parlamentswahl vom 4. Dezember 2011 Putin nun aufgrund einer manipulierten Präsidentenwahl zum dritten Mal in den Kreml einziehen könnte. Allerdings gilt Putin als der mit Abstand beliebteste Politiker.
Allein in Moskau waren 9.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Die Agentur Interfax meldete aus zahlreichen Städten Kundgebungen mit insgesamt mehreren tausend Teilnehmern. In der zweitgrößten Stadt St. Petersburg gingen nach Angaben der Organisatoren 30.000 Menschen auf die Straße. Die Proteste seien friedlich abgelaufen, hieß es.
Bei Massendemonstrationen in Russland haben Gegner und Anhänger von Präsidentenkandidat Wladimir Putin insgesamt rund 200.000 Menschen auf die Straße gebracht. Die Zahl der Putin-Kritiker lag laut Polizei am Samstag noch einmal höher als bei den bisher größten Anti-Regierungsprotesten seit 20 Jahren.
Demnach versammelten sich bei eisigem Frost von fast minus 20 Grad Celsius etwa 36.000 Putin-Gegner in Moskau, rund 7.000 mehr als am 24. Dezember. Die Opposition sprach dagegen sogar von 120.000 Teilnehmern, die eine ehrliche Präsidentenwahl am 4. März sowie mehr politische Freiheiten und einen demokratischen Wandel forderten.
Für und gegen Putin
Das Lager von Putin (59), der nach zwei Amtszeiten von 2000 bis 2008 erneut in den Kreml strebt, brachte 138.000 Unterstützer auf die Straße, wie die Polizei nach Angaben der Agentur Interfax mitteilte. Unabhängige Angaben lagen nicht vor. Der Radiosender Echo Moskwy sprach von einem "Zahlenkrieg" bei dieser vom Machtapparat inszenierten Gegenkundgebung. Staatsmedien berichteten, in der russischen Hauptstadt hätten deutlich mehr Menschen für Putin als gegen ihn demonstriert.
Mehrere unabhängige Medien hatten zuvor von Druck auf Lehrer und Beschäftigte von Staatsbetrieben berichtet, die zur Teilnahme an der Pro-Putin-Kundgebung verpflichtet worden seien. "Putin ist super!" und "Chaos - nein, Putin - ja!" war auf Transparenten zu lesen. Dagegen forderten Anhänger der Opposition ein Macht-Ende für den seit zwölf Jahren in verschiedenen Ämtern regierenden Putin. "Putin, hau ab!" hatten viele Regierungsgegner auf ihre Plakate geschrieben.
An der Kundgebung nahm auch der Multimilliardär und Präsidentenkandidat Michail Prochorow teil, der Putin in eine Stichwahl zwingen will. Die Demonstranten, darunter viele Bürgerrechtler und Intellektuelle, forderten aber vor allem auch die Zulassung des von der Abstimmung ausgeschlossenen prominenten Oppositionspolitikers Grigori Jawlinski. Der Mitbegründer der liberalen Jabloko-Partei forderte die demokratisch gesinnten Kräfte in seiner Rede zur Einheit auf.
Pro-Putin
Die Pro-Putin-Aktion hingegen stand nach Angaben der Organisatoren von der kremltreuen Partei der Patrioten im Zeichen der Stabilität. Das Lager des Regierungschefs hatte nach Bekanntwerden der Oppositionspläne für neue Massenproteste erstmals die Initiative ergriffen, nicht mehr nur den Andersdenkenden den politischen Kampf auf der Straße zu überlassen.
Putin selbst hielt sich am Samstag in der Stadt Tscheljabinsk rund 1.900 Kilometer östlich von Moskau auf. Er hielt es nach eigenen Worten für möglich, dass Staatsbeamte mit Druck zu einer Teilnahme an einer Unterstützerkundgebung gebracht wurden. "Aber bei so vielen Menschen können unmöglich alle gezwungen worden sein", sagte der Regierungschef am Samstag nach Angaben der Agentur Interfax.
Falls die Organisatoren der Pro-Putin-Demonstration eine Strafe dafür zahlen müssten, dass mehr Unterstützer kamen als angemeldet, sei er bereit, Geld beizulegen, sagte der Präsidentenkandidat. Bereits zuvor hatte er betont, er sei wie seine Unterstützer gegen eine Revolution in Russland.
Erstmals Protest zugelassen
Die Behörden hatten zum ersten Mal überhaupt einen Protestzug der Opposition mit angemeldeten 50.000 Demonstranten durch das Zentrum der russischen Hauptstadt zugelassen. Die Gegner Putins fürchten, dass nach der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Parlamentswahl vom 4. Dezember 2011 Putin nun aufgrund einer manipulierten Präsidentenwahl zum dritten Mal in den Kreml einziehen könnte. Allerdings gilt Putin als der mit Abstand beliebteste Politiker.
Allein in Moskau waren 9.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Die Agentur Interfax meldete aus zahlreichen Städten Kundgebungen mit insgesamt mehreren tausend Teilnehmern. In der zweitgrößten Stadt St. Petersburg gingen nach Angaben der Organisatoren 30.000 Menschen auf die Straße. Die Proteste seien friedlich abgelaufen, hieß es.
Samstag, 4.02.2012, 09:31
Syrien: Über 300 Tote in Homs
Regime dementiert Armeeinsatz bei Blutbad in der Protesthochburg.
Bei einem Blutbad in der syrischen Protesthochburg Homs hat die Armee nach neusten Angaben des arabischen Fernsehsenders Al-Arabiya 337 Menschen getötet. Wie der Sender am frühen Samstag in der Früh weiter berichtete, wurden etwa 1.300 Menschen verletzt. Die syrische Führung dementierte unterdessen Berichte, wonach die Armee in Homs ein Blutbad verübt hat. Die Zivilisten seien von bewaffneten Männern getötet worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Sana.
Auch das syrische Staatsfernsehen bestritt nach Angaben des US-Senders CNN Berichte über den Beschuss von Stadtvierteln in Homs durch die Streitkräfte. Das sei eine "Medienkampagne", die Lügenmärchen und Unwahrheiten benutze, um die Entscheidung des UNO-Sicherheitsrates zu beeinflussen und um Verbrechen und Angriffe zu verschleiern, die von bewaffneten terroristischen Gruppen begangen worden seien, berichtete CNN weiter.
Trotz einer russischen Vetodrohung will der UNO-Sicherheitsrat noch heute über eine Syrien-Resolution entscheiden. Marokko hat für 10.00 Uhr (Ortszeit, 16.00 Uhr MEZ) eine Sondersitzung beantragt und will seinen Entwurf dann zur Abstimmung bringen, hieß es von westlichen Diplomaten. Nur wenige Stunden zuvor hatte die Vetomacht Russland mitteilen lassen, sie wolle das auch von ihrem Botschafter ausgehandelte Papier nicht mittragen.
Russland kann mit seinem Veto jede noch so starke Mehrheit überstimmen und hat das in der Vergangenheit auch getan, um jede Kritik an seinem Waffenkunden Syrien zu unterbinden. Auf russisches Drängen war der von Arabern und Europäern eingebrachte Entwurf bereits verwässert worden, die Ächtung des Waffenhandels, der Ruf nach freien Wahlen und der Ablösung von Präsident Bashar al-Assad fand sich nicht mehr in dem Kompromiss.
In Syrien gibt es seit fast elf Monaten massive Oppositionsproteste gegen das Assad-Regime, auf die dessen Sicherheitskräfte mit aller Gewalt reagieren. Die Führung in Damaskus macht immer wieder "Terroristen" für die anhaltende Gewalt im Land verantwortlich. Seit vergangenem März kamen nach UNO-Angaben mit Stand vor dem Massaker in Homs mehr als 5.400 Menschen ums Leben, Menschenrechtler gingen von mindestens 6.000 Todesopfern aus.
Bei einem Blutbad in der syrischen Protesthochburg Homs hat die Armee nach neusten Angaben des arabischen Fernsehsenders Al-Arabiya 337 Menschen getötet. Wie der Sender am frühen Samstag in der Früh weiter berichtete, wurden etwa 1.300 Menschen verletzt. Die syrische Führung dementierte unterdessen Berichte, wonach die Armee in Homs ein Blutbad verübt hat. Die Zivilisten seien von bewaffneten Männern getötet worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Sana.
Auch das syrische Staatsfernsehen bestritt nach Angaben des US-Senders CNN Berichte über den Beschuss von Stadtvierteln in Homs durch die Streitkräfte. Das sei eine "Medienkampagne", die Lügenmärchen und Unwahrheiten benutze, um die Entscheidung des UNO-Sicherheitsrates zu beeinflussen und um Verbrechen und Angriffe zu verschleiern, die von bewaffneten terroristischen Gruppen begangen worden seien, berichtete CNN weiter.
Trotz einer russischen Vetodrohung will der UNO-Sicherheitsrat noch heute über eine Syrien-Resolution entscheiden. Marokko hat für 10.00 Uhr (Ortszeit, 16.00 Uhr MEZ) eine Sondersitzung beantragt und will seinen Entwurf dann zur Abstimmung bringen, hieß es von westlichen Diplomaten. Nur wenige Stunden zuvor hatte die Vetomacht Russland mitteilen lassen, sie wolle das auch von ihrem Botschafter ausgehandelte Papier nicht mittragen.
Russland kann mit seinem Veto jede noch so starke Mehrheit überstimmen und hat das in der Vergangenheit auch getan, um jede Kritik an seinem Waffenkunden Syrien zu unterbinden. Auf russisches Drängen war der von Arabern und Europäern eingebrachte Entwurf bereits verwässert worden, die Ächtung des Waffenhandels, der Ruf nach freien Wahlen und der Ablösung von Präsident Bashar al-Assad fand sich nicht mehr in dem Kompromiss.
In Syrien gibt es seit fast elf Monaten massive Oppositionsproteste gegen das Assad-Regime, auf die dessen Sicherheitskräfte mit aller Gewalt reagieren. Die Führung in Damaskus macht immer wieder "Terroristen" für die anhaltende Gewalt im Land verantwortlich. Seit vergangenem März kamen nach UNO-Angaben mit Stand vor dem Massaker in Homs mehr als 5.400 Menschen ums Leben, Menschenrechtler gingen von mindestens 6.000 Todesopfern aus.
Samstag, 4.02.2012, 08:30
Agypten: Militär schießt in Menge
Militär nützt die â¨Fußball-Unruhen, um â¨Demokratie wieder im Keim zu ersticken.
Die Lage in der Hauptstadt Ägyptens eskaliert weiter. Schon in den frühen Morgenstunden kam es am Freitag vor dem Innenministerium in Kairo zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Laut Al-Arabiya wurde dabei ein Mann von einem Gummigeschoss getötet.
Die Lage in der Hauptstadt Ägyptens eskaliert weiter. Schon in den frühen Morgenstunden kam es am Freitag vor dem Innenministerium in Kairo zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Laut Al-Arabiya wurde dabei ein Mann von einem Gummigeschoss getötet.
Samstag, 4.02.2012, 07:50
Regierungsgebäude steht in Flammen
Am Rande von gewaltsamen Protesten in ägyptischer Hauptstadt.
Am Rande der gewaltsamen Proteste in der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist in einem Regierungsgebäude ein Feuer ausgebrochen. Ein Gebäude der Steuerbehörden direkt gegenüber dem Innenministerium stehe in Flammen, berichtete das ägyptische Staatsfernsehen am Freitag. Angaben zur Brandursache wurden nicht gemacht, Sicherheitskreisen zufolge waren aber kurz zuvor Unbekannte in das Gebäude eingedrungen. Am frühen Freitagabend lieferten sich tausende Demonstranten vor dem Innenministerium weiter gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei.
Bei den Zusammenstößen waren im Verlauf des Tages in Kairo nach Ärzteangaben zwei Demonstranten an Tränengas erstickt, das die Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten einsetzte. Auch in Suez gab es heftige Zusammenstöße. Dort waren am Donnerstagabend zwei Demonstranten erschossen worden. Auslöser der schweren Krawalle waren Ausschreitungen nach einem Fußballspiel in Port Said, bei denen am Mittwoch 74 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt worden waren.
Am Rande der gewaltsamen Proteste in der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist in einem Regierungsgebäude ein Feuer ausgebrochen. Ein Gebäude der Steuerbehörden direkt gegenüber dem Innenministerium stehe in Flammen, berichtete das ägyptische Staatsfernsehen am Freitag. Angaben zur Brandursache wurden nicht gemacht, Sicherheitskreisen zufolge waren aber kurz zuvor Unbekannte in das Gebäude eingedrungen. Am frühen Freitagabend lieferten sich tausende Demonstranten vor dem Innenministerium weiter gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei.
Bei den Zusammenstößen waren im Verlauf des Tages in Kairo nach Ärzteangaben zwei Demonstranten an Tränengas erstickt, das die Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten einsetzte. Auch in Suez gab es heftige Zusammenstöße. Dort waren am Donnerstagabend zwei Demonstranten erschossen worden. Auslöser der schweren Krawalle waren Ausschreitungen nach einem Fußballspiel in Port Said, bei denen am Mittwoch 74 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt worden waren.
Freitag, 3.02.2012, 19:07
Schmitz beklagt sich über Belästigung durch Frauen
Auch im Knast wirkt der Megaupload-Gründer magisch auf Frauen.
Der Internet-Millionör hat´s offensichtlich auch im Knast schwör: Megaupload-Gründer Kim Schmitz (38) fühlt sich von seinen weiblichen Mitinsassen belästigt. Aus einem Bericht von bild.de geht hervor, dass er vor Gericht ausgesagt habe, viele „seltsame Besuche“ bekommen zu haben. Der als „Mr. Dotcom“ bekannte Schmitz sitzt derzeit in Neuseeland in U-Haft.
Der Internet-Millionör hat´s offensichtlich auch im Knast schwör: Megaupload-Gründer Kim Schmitz (38) fühlt sich von seinen weiblichen Mitinsassen belästigt. Aus einem Bericht von bild.de geht hervor, dass er vor Gericht ausgesagt habe, viele „seltsame Besuche“ bekommen zu haben. Der als „Mr. Dotcom“ bekannte Schmitz sitzt derzeit in Neuseeland in U-Haft.
Freitag, 3.02.2012, 19:00
Syrische Botschaft in Berlin gestürmt
Assad-Bilder zerstört, Wände besprüht: Abzug nach 20 Minuten.
Rund zwei Dutzend Regimekritiker haben am Freitag nach Angaben der Polizei und von Augenzeugen die syrische Botschaft in Berlin gestürmt. Sie drangen am Nachmittag durch einen Hintereingang in das Gebäude ein und zerstörten nach eigenen Angaben Bilder von Präsident Bashar al-Assad und dessen Vater Hafez al-Assad.
Rund zwei Dutzend Regimekritiker haben am Freitag nach Angaben der Polizei und von Augenzeugen die syrische Botschaft in Berlin gestürmt. Sie drangen am Nachmittag durch einen Hintereingang in das Gebäude ein und zerstörten nach eigenen Angaben Bilder von Präsident Bashar al-Assad und dessen Vater Hafez al-Assad.
Freitag, 3.02.2012, 18:56
Massaker bei "Versöhnungstreffen"
UNO transportierte Teilnehmer zum Treffen in Mayendit: 37 Tote.
Bei einer als Versöhnungstreffen zwischen rivalisierenden Volksgruppen geplanten Zusammenkunft im Südsudan sind am Freitag mindestens 37 Menschen erschossen worden. "Diese Leute haben einfach überall hin gefeuert", sagte Gideon Gatpan Thoar, der Informationsminister des Bundesstaates Unity. Zunächst herrschte Rätselraten über die Gründe für das Entgleisen des Treffens in Mayendit, zu dem die UNO etliche Teilnehmer eingeflogen hatte.
Bei einer als Versöhnungstreffen zwischen rivalisierenden Volksgruppen geplanten Zusammenkunft im Südsudan sind am Freitag mindestens 37 Menschen erschossen worden. "Diese Leute haben einfach überall hin gefeuert", sagte Gideon Gatpan Thoar, der Informationsminister des Bundesstaates Unity. Zunächst herrschte Rätselraten über die Gründe für das Entgleisen des Treffens in Mayendit, zu dem die UNO etliche Teilnehmer eingeflogen hatte.
Freitag, 3.02.2012, 18:53
Nach Newt-Panik nun Mitt-Entsetzen!
Republikaner im Tief: Es fehlt einfach am Sieger-Kandidaten!
In der Republikaner-Parteizentrale schrillen alle Alarmglocken: So sehnlich hatten sie auf eine Obama-Ablöse 2012 geschielt und dabei gute Chancen gesehen. Doch die bittere Wahrheit ist: Es fehlt einfach am Sieger-Kandidaten! Parteigranden stellten sich zuletzt fast geschlossen hinter Mitt Romney. Aber eher aus blanker Panik vor den Aufstieg des Zerstörers Newt Gingrich: Der heißt abwechselnd "Neutronen-Bombe" oder "menschliche Handgranate", in den Neunzigern setzte ihn die eigene Partei ab (wegen "Ethikverfehlungen"). Niemand weinte damals den nur Gräben pfurchenden, größenwahnsinnigen Kotzbrocken eine Träne nach. Als er in Florida über einen neuen 51. US-Staat am Mond in seiner "zweiten Amtszeit" schwadronierte, schien Gingrich nahe am Delirium.
In der Republikaner-Parteizentrale schrillen alle Alarmglocken: So sehnlich hatten sie auf eine Obama-Ablöse 2012 geschielt und dabei gute Chancen gesehen. Doch die bittere Wahrheit ist: Es fehlt einfach am Sieger-Kandidaten! Parteigranden stellten sich zuletzt fast geschlossen hinter Mitt Romney. Aber eher aus blanker Panik vor den Aufstieg des Zerstörers Newt Gingrich: Der heißt abwechselnd "Neutronen-Bombe" oder "menschliche Handgranate", in den Neunzigern setzte ihn die eigene Partei ab (wegen "Ethikverfehlungen"). Niemand weinte damals den nur Gräben pfurchenden, größenwahnsinnigen Kotzbrocken eine Träne nach. Als er in Florida über einen neuen 51. US-Staat am Mond in seiner "zweiten Amtszeit" schwadronierte, schien Gingrich nahe am Delirium.
Freitag, 3.02.2012, 18:50
Japaner futtert 337 Chicken Wings in 30Min
Das japanische Phänomen hat damit einen neuen Weltrekord aufgestellt.
Takeru Kobayashi ist seiner Favoritenrolle beim zwanzigsten Wing Bowl gerecht geworden und hat sich den Titel mit sagenhaften 337 gegessenen Chicken Wings in 30 Minuten geholt. Der Japaner pulverisierte damit die erst im Vorjahr aufgestellte Bestmarke von Jonathan Squibb (255 Chicken Wings). Tausende Zuseher fanden sich im Wells Fargo Center in Philadelphia ein, um den "Fress-Gladiatoren" bei ihrem Gelage zuzusehen.
Takeru Kobayashi ist seiner Favoritenrolle beim zwanzigsten Wing Bowl gerecht geworden und hat sich den Titel mit sagenhaften 337 gegessenen Chicken Wings in 30 Minuten geholt. Der Japaner pulverisierte damit die erst im Vorjahr aufgestellte Bestmarke von Jonathan Squibb (255 Chicken Wings). Tausende Zuseher fanden sich im Wells Fargo Center in Philadelphia ein, um den "Fress-Gladiatoren" bei ihrem Gelage zuzusehen.
Freitag, 3.02.2012, 17:12
Radioaktivität in Fukushima ausgetreten
Anfang der Woche waren bereits 8,5 Tonnen radioaktives Wasser ausgetreten.
Am weitgehend zerstörten japanischen Atomkraftwerk in Fukushima ist erneut Radioaktivität ausgetreten. Die Betreibergesellschaft Tepco teilte am Freitag mit, dass an der Wasseraufbereitungsanlage ein Leck auftrat. Durch dieses entweiche ausreichend Betastrahlung, um die Strahlenkrankheit auszulösen. Verletzt wurde nach Tepco-Angaben jedoch niemand.
Anfang der Woche waren bereits 8,5 Tonnen radioaktives Wasser ausgetreten. Für die auftretenden Lecks machte Tepco unter anderem das kalte Wetter verantwortlich, das die Leitungen zum Bersten bringe.
Am weitgehend zerstörten japanischen Atomkraftwerk in Fukushima ist erneut Radioaktivität ausgetreten. Die Betreibergesellschaft Tepco teilte am Freitag mit, dass an der Wasseraufbereitungsanlage ein Leck auftrat. Durch dieses entweiche ausreichend Betastrahlung, um die Strahlenkrankheit auszulösen. Verletzt wurde nach Tepco-Angaben jedoch niemand.
Anfang der Woche waren bereits 8,5 Tonnen radioaktives Wasser ausgetreten. Für die auftretenden Lecks machte Tepco unter anderem das kalte Wetter verantwortlich, das die Leitungen zum Bersten bringe.
Freitag, 3.02.2012, 16:47
Heftiger Schneefall legt Rom lahm
Freitag, 3.02.2012, 15:10
Paar bei Sex neben der Rennbahn gefilmt
Angeblich feiert der Mann so seinen Wettgewinn vom Rennen davor.
Pferderennen sind was Aufregendes. Für zwei Männer aus dem norwegischen Trondheim nicht aufregend genug. Denn nach einer gewonnenen Wette suchten sie noch einen speziellen Kick. Mit heruntergelassener Hose steht Orjan (18) hinter einem anderen Mann und bewegt sein Becken rhythmisch vor und zurück. Ganz klar, was hier abgeht - könnte man zumindest meinen.
Pferderennen sind was Aufregendes. Für zwei Männer aus dem norwegischen Trondheim nicht aufregend genug. Denn nach einer gewonnenen Wette suchten sie noch einen speziellen Kick. Mit heruntergelassener Hose steht Orjan (18) hinter einem anderen Mann und bewegt sein Becken rhythmisch vor und zurück. Ganz klar, was hier abgeht - könnte man zumindest meinen.
Freitag, 3.02.2012, 14:20
Rekord-Hochwasser in Australien
Freitag, 3.02.2012, 13:49
Rekord-Hochwasser in Australien
Insgesamt mehr als 7.200 Bewohner saßen in ihren Häusern fest.
Der Osten Australiens leidet unter Rekordüberschwemmungen, tausende Menschen waren am Freitag von der Außenwelt abgeschnitten. Betroffen waren nach Angaben der Behörden weite Teile des Bundesstaats New South Wales sowie einige Gebiete im benachbarten Queensland. "Von der Luft aus wirkt es wie ein Binnenmeer", sagte der Regierungschef von New South Wales, Barry O'Farrell nach einem Besuch der Flutgebiete.
Der Osten Australiens leidet unter Rekordüberschwemmungen, tausende Menschen waren am Freitag von der Außenwelt abgeschnitten. Betroffen waren nach Angaben der Behörden weite Teile des Bundesstaats New South Wales sowie einige Gebiete im benachbarten Queensland. "Von der Luft aus wirkt es wie ein Binnenmeer", sagte der Regierungschef von New South Wales, Barry O'Farrell nach einem Besuch der Flutgebiete.
Freitag, 3.02.2012, 13:37
Peking zensiert Kontakte Merkels
Regierung hat Treffen mit Bürgerrechtsanwalt und Zeitung verhindert.
Chinas Führung hat Begegnungen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einem Bürgerrechtsanwalt und der Redaktion einer kritischen Zeitung unterbunden. Zugleich deutete Peking Bereitschaft an, China bei der Bewältigung seiner Schuldenkrise zu helfen. Ministerpräsident Wen Jiabao sagte am Freitag bei Wirtschaftsgesprächen mit Merkel in der südlichen Metropole Guangzhou (Kanton): "China ist bereit, mit Europa zu kooperieren, um gegen die gegenwärtige Krise anzugehen." Die Kanzlerin setzte sich für eine weitere Öffnung des chinesischen Marktes ein und warb um chinesische Investitionen in Deutschland.
Die chinesische Staatssicherheit verhinderte ein Treffen der Bundeskanzlerin mit dem prominentesten Bürgerrechtsanwalt Mo Shaoping in Peking. Offenbar auf politischen Druck hin platzte auch ein gewünschtes Treffen Merkels mit Redakteuren der kritischen Zeitung "Nanfangzhoumo" in Kanton. Der deutsche Botschafter Michael Schaefer hatte den Anwalt zu einem Abendempfang Merkels eingeladen. Mos Kanzlei hat schon viele Bürgerrechtler vertreten, darunter den inhaftierten Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo. Mo Shaoping gehört auch zu den Unterzeichnern der "Charta 08" gegen die Einparteiendiktatur in China.
Tauziehen
Bis zuletzt hatte es ein Tauziehen um die für Samstag geplant gewesene Visite Merkels bei der Zeitungsgruppe Nanfang. "Die Zeitung hat den Besuch abgesagt", berichteten Delegationskreise. "Jetzt kann sich jeder seinen Reim darauf machen." Chinesische Quellen deuteten an, es habe politischen Druck gegeben.
Die Kanzlerin erntete auch Kritik von einem chinesischen Bürgerrechtler dafür, in Peking nicht deutlich genug für Menschenrechte eingetreten zu sein. "Jetzt sprechen sie über Geld und ihre Interessen, aber nicht über Gerechtigkeit und Menschenrechte", sagte der Bürgerrechtler Li Jinping, der im Juli nach neun Monaten in Haft und Misshandlungen in der Psychiatrie freigelassen worden war, der Deutschen Presse-Agentur. "Die deutsche Regierung hat aufgehört, die Menschenrechtsprobleme in China zu kritisieren", sagte Li. Der 47-Jährige hatte vor dem Besuch Merkels den Wunsch nach einem Treffen mit der Regierungschefin geäußert, um ihr die Probleme der verfolgten Bürgerrechtsbewegung schildern zu können.
Unterstützung in Schuldenkrise
Staats- und Parteichef Hu Jintao hatte Merkel bei Gesprächen am Vormittag in Peking versichert, dass es an chinesischer Unterstützung zur Überwindung der europäischen Schuldenkrise nicht fehlen werde, wie deutsche Regierungskreisen berichteten. China habe Vertrauen in den Euro. "Wir werden jetzt sehen, wie das in die Tat umgesetzt wird", sagte die deutsche Regierungsquelle. Premier Wen Jiabao hatte am Donnerstag in Peking die "Dringlichkeit" der Beilegung der Eurokrise betont. Zwar stellte er eine "verstärkte Beteiligung" an den Euro-Rettungsfonds EFSF und ESM in Aussicht, machte aber keine konkrete Zusage. Mit rund 3,2 Billionen Dollar (2,4 Billionen Euro) besitzt China die größten Devisenreserven der Welt. Nach Schätzungen hält China bereits europäische Staatsanleihen im Wert von mehr als 550 Milliarden Dollar.
Chinas Führung hat Begegnungen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einem Bürgerrechtsanwalt und der Redaktion einer kritischen Zeitung unterbunden. Zugleich deutete Peking Bereitschaft an, China bei der Bewältigung seiner Schuldenkrise zu helfen. Ministerpräsident Wen Jiabao sagte am Freitag bei Wirtschaftsgesprächen mit Merkel in der südlichen Metropole Guangzhou (Kanton): "China ist bereit, mit Europa zu kooperieren, um gegen die gegenwärtige Krise anzugehen." Die Kanzlerin setzte sich für eine weitere Öffnung des chinesischen Marktes ein und warb um chinesische Investitionen in Deutschland.
Die chinesische Staatssicherheit verhinderte ein Treffen der Bundeskanzlerin mit dem prominentesten Bürgerrechtsanwalt Mo Shaoping in Peking. Offenbar auf politischen Druck hin platzte auch ein gewünschtes Treffen Merkels mit Redakteuren der kritischen Zeitung "Nanfangzhoumo" in Kanton. Der deutsche Botschafter Michael Schaefer hatte den Anwalt zu einem Abendempfang Merkels eingeladen. Mos Kanzlei hat schon viele Bürgerrechtler vertreten, darunter den inhaftierten Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo. Mo Shaoping gehört auch zu den Unterzeichnern der "Charta 08" gegen die Einparteiendiktatur in China.
Tauziehen
Bis zuletzt hatte es ein Tauziehen um die für Samstag geplant gewesene Visite Merkels bei der Zeitungsgruppe Nanfang. "Die Zeitung hat den Besuch abgesagt", berichteten Delegationskreise. "Jetzt kann sich jeder seinen Reim darauf machen." Chinesische Quellen deuteten an, es habe politischen Druck gegeben.
Die Kanzlerin erntete auch Kritik von einem chinesischen Bürgerrechtler dafür, in Peking nicht deutlich genug für Menschenrechte eingetreten zu sein. "Jetzt sprechen sie über Geld und ihre Interessen, aber nicht über Gerechtigkeit und Menschenrechte", sagte der Bürgerrechtler Li Jinping, der im Juli nach neun Monaten in Haft und Misshandlungen in der Psychiatrie freigelassen worden war, der Deutschen Presse-Agentur. "Die deutsche Regierung hat aufgehört, die Menschenrechtsprobleme in China zu kritisieren", sagte Li. Der 47-Jährige hatte vor dem Besuch Merkels den Wunsch nach einem Treffen mit der Regierungschefin geäußert, um ihr die Probleme der verfolgten Bürgerrechtsbewegung schildern zu können.
Unterstützung in Schuldenkrise
Staats- und Parteichef Hu Jintao hatte Merkel bei Gesprächen am Vormittag in Peking versichert, dass es an chinesischer Unterstützung zur Überwindung der europäischen Schuldenkrise nicht fehlen werde, wie deutsche Regierungskreisen berichteten. China habe Vertrauen in den Euro. "Wir werden jetzt sehen, wie das in die Tat umgesetzt wird", sagte die deutsche Regierungsquelle. Premier Wen Jiabao hatte am Donnerstag in Peking die "Dringlichkeit" der Beilegung der Eurokrise betont. Zwar stellte er eine "verstärkte Beteiligung" an den Euro-Rettungsfonds EFSF und ESM in Aussicht, machte aber keine konkrete Zusage. Mit rund 3,2 Billionen Dollar (2,4 Billionen Euro) besitzt China die größten Devisenreserven der Welt. Nach Schätzungen hält China bereits europäische Staatsanleihen im Wert von mehr als 550 Milliarden Dollar.
Freitag, 3.02.2012, 12:44
Größter Schatz aller Zeiten entdeckt
Die Nazis haben im Zweiten Weltkrieg ein britisches Handelsschiff versenkt.
Die S.S. Port Nicholson wurde im Juni 1942 von einem deutschen U-Boot vor der Küste von Massachusetts versenkt. An Bord des britischen Handelsschiffs sollen sich 71 Tonnen Platin, Gold, Diamanten Kupfer und Zink sein. Dabei handelt es sich um eine russische Zahlung an die USA für Kriegsgüter. Der heutige Wert der Ladung: drei Milliarden US-Dollar!
Die S.S. Port Nicholson wurde im Juni 1942 von einem deutschen U-Boot vor der Küste von Massachusetts versenkt. An Bord des britischen Handelsschiffs sollen sich 71 Tonnen Platin, Gold, Diamanten Kupfer und Zink sein. Dabei handelt es sich um eine russische Zahlung an die USA für Kriegsgüter. Der heutige Wert der Ladung: drei Milliarden US-Dollar!
Freitag, 3.02.2012, 12:05
Kubanerin feiert 127. Geburtstag
Juana Rodriguez will am 2. Februar 1885 zur Welt gekommen sein.
Juana Bautista de la Candelaria Rodríguez erlebte am 2. Februar etwas ganz besonderes: Die Kubanerin feierte ihren 127. Geburtstag. Sollte das stimmen, wäre Juana der älteste Mensch auf der Erde.
Juana Bautista de la Candelaria Rodríguez erlebte am 2. Februar etwas ganz besonderes: Die Kubanerin feierte ihren 127. Geburtstag. Sollte das stimmen, wäre Juana der älteste Mensch auf der Erde.
Freitag, 3.02.2012, 11:14
Britin stirbt wegen Haar-Extensions
Die kuriose Todesursache ist in Großbritannien offenbar kein Einzelfall.
Atasha Graham, eine 34-jährige Britin, ist nach einer Partynacht völlig überraschend gestorben. Laut einem Gerichtsmediziner könnte der Kleber, mit dem sie ihre Haar-Extensions festgemacht hat, für ihren Tod verantwortlich sein. Michael Heath, der Gerichtsmediziner, führt weiter aus: "Ich habe Fälle gesehen, bei denen der Kleber einen anaphylaktischen Schock ausgelöst hat. In Großbritannien gibt es jährlich rund 20 solcher Todesfälle, in den USA sogar noch viel mehr."
Atasha Graham, eine 34-jährige Britin, ist nach einer Partynacht völlig überraschend gestorben. Laut einem Gerichtsmediziner könnte der Kleber, mit dem sie ihre Haar-Extensions festgemacht hat, für ihren Tod verantwortlich sein. Michael Heath, der Gerichtsmediziner, führt weiter aus: "Ich habe Fälle gesehen, bei denen der Kleber einen anaphylaktischen Schock ausgelöst hat. In Großbritannien gibt es jährlich rund 20 solcher Todesfälle, in den USA sogar noch viel mehr."
Freitag, 3.02.2012, 10:35
Lebenslang für Folterchef der Roten Khmer
Die Haftstrafe gegen Kaing Guek Eav wurde nach Protesten verlängert.
Der einstige Folterchef der Roten Khmer in Kambodscha, Kaing Guek Eav, genannt "Duch", muss lebenslang hinter Gitter. Damit wurde die Haftstrafe im Berufungsprozess vor dem von den Vereinten Nationen unterstützten Völkermordtribunal am Freitag in Phnom Penh verlängert. Der 68-jährige ehemalige Mathematiklehrer war 2010 zu 35 Jahren Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde jedoch auf 19 Jahre reduziert, da er vor der Verurteilung bereits im Gefängnis gesessen war. Diese Entscheidung hatte Empörung bei den Überlebenden der Schreckensherrschaft der Roten Khmer und den Hinterbliebenen der Opfer hervorgerufen.
Rund 15.000 Tote
Duch leitete das berüchtigte Gefängnis Tuol Sleng (S-21) in Phnom Penh, in dem zwischen 1975 und 1979 rund 15.000 Insassen gequält und auf grauenhafte Weise umgebracht worden waren. Das aus 17 kambodschanischen und 13 von den Vereinten Nationen gestellten ausländischen Juristen bestehende Sondertribunal war 2006 nach fast zehnjährigen Verhandlungen errichtet worden. Ihm sind enge Grenzen gesteckt, andernfalls wäre seine Einsetzung am Veto Chinas, der früheren Schutzmacht der Roten Khmer, gescheitert. Die Roten Khmer unter Pol Pot waren 1975 an die Macht gekommen. In den knapp vier Jahren ihrer durch eine vietnamesische Militärintervention beendeten Terrorherrschaft kamen bis zu zwei Millionen Menschen ums Leben, viele durch Hungersnöte und Zwangsarbeit. Ex-Diktator Pol Pot starb 1998 in einem Dschungelversteck an der thailändischen Grenze.
Ziel der Roten Khmer war es, das südostasiatische Land in eine kollektivistische Agrargesellschaft umzuwandeln. Die Angehörigen der Intelligenz wurden systematisch ausgerottet. Nach ihrem Sturz durch die vietnamesische Armee zogen sich die Roten Khmer in den Dschungel zurück und erhielten auch vom Westen Hilfe. Sie behielten den UNO-Sitz und führten einen verlustreichen Untergrundkrieg gegen die Vietnamesen und das mit deren Hilfe installierte Regime in Phnom Penh. Erst 1991 kam es zur Unterzeichnung des Pariser Friedensabkommens, das die Voraussetzung für eine große UNO-Friedensoperation und demokratische Wahlen schuf.
Weitere Prozesse
Vor dem Tribunal müssen sich noch der Chefideologe der Roten Khmer, Nuon Chea, Ex-Staatschef Khieu Samphan und der frühere Außenminister Ieng Sary, sowie dessen Frau Ieng Thirith verantworten. Ihnen werden Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.
Der einstige Folterchef der Roten Khmer in Kambodscha, Kaing Guek Eav, genannt "Duch", muss lebenslang hinter Gitter. Damit wurde die Haftstrafe im Berufungsprozess vor dem von den Vereinten Nationen unterstützten Völkermordtribunal am Freitag in Phnom Penh verlängert. Der 68-jährige ehemalige Mathematiklehrer war 2010 zu 35 Jahren Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde jedoch auf 19 Jahre reduziert, da er vor der Verurteilung bereits im Gefängnis gesessen war. Diese Entscheidung hatte Empörung bei den Überlebenden der Schreckensherrschaft der Roten Khmer und den Hinterbliebenen der Opfer hervorgerufen.
Rund 15.000 Tote
Duch leitete das berüchtigte Gefängnis Tuol Sleng (S-21) in Phnom Penh, in dem zwischen 1975 und 1979 rund 15.000 Insassen gequält und auf grauenhafte Weise umgebracht worden waren. Das aus 17 kambodschanischen und 13 von den Vereinten Nationen gestellten ausländischen Juristen bestehende Sondertribunal war 2006 nach fast zehnjährigen Verhandlungen errichtet worden. Ihm sind enge Grenzen gesteckt, andernfalls wäre seine Einsetzung am Veto Chinas, der früheren Schutzmacht der Roten Khmer, gescheitert. Die Roten Khmer unter Pol Pot waren 1975 an die Macht gekommen. In den knapp vier Jahren ihrer durch eine vietnamesische Militärintervention beendeten Terrorherrschaft kamen bis zu zwei Millionen Menschen ums Leben, viele durch Hungersnöte und Zwangsarbeit. Ex-Diktator Pol Pot starb 1998 in einem Dschungelversteck an der thailändischen Grenze.
Ziel der Roten Khmer war es, das südostasiatische Land in eine kollektivistische Agrargesellschaft umzuwandeln. Die Angehörigen der Intelligenz wurden systematisch ausgerottet. Nach ihrem Sturz durch die vietnamesische Armee zogen sich die Roten Khmer in den Dschungel zurück und erhielten auch vom Westen Hilfe. Sie behielten den UNO-Sitz und führten einen verlustreichen Untergrundkrieg gegen die Vietnamesen und das mit deren Hilfe installierte Regime in Phnom Penh. Erst 1991 kam es zur Unterzeichnung des Pariser Friedensabkommens, das die Voraussetzung für eine große UNO-Friedensoperation und demokratische Wahlen schuf.
Weitere Prozesse
Vor dem Tribunal müssen sich noch der Chefideologe der Roten Khmer, Nuon Chea, Ex-Staatschef Khieu Samphan und der frühere Außenminister Ieng Sary, sowie dessen Frau Ieng Thirith verantworten. Ihnen werden Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.
Freitag, 3.02.2012, 09:56
Ukraine: 38 Kälte-Tote in einer Nacht
Auch Russland, Georgien und Weißrussland leiden unter tiefen Temperaturen.
In der Ukraine sind erneut mindestens 38 Menschen der Eiseskälte mit Temperaturen bis minus 32 Grad zum Opfer gefallen. Damit stieg die Zahl der Kältetoten in der ehemaligen Sowjetrepublik seit dem Wochenende nach offiziellen Angaben auf 101, wie das Zivilschutzministerium am Freitag in Kiew mitteilte. Mehr als 1.200 Menschen werden wegen Erfrierungen in Krankenhäusern behandelt. Beobachter vermuten, dass es tatsächlich noch weit mehr Opfer gibt.
Die Regierung des zweitgrößten Flächenstaats Europas erhöhte die Zahl der Wärmestuben, in denen Frierende mit heißen Getränken und Essen versorgt werden, deutlich auf fast 3.000. Die meisten Opfer sind Obdachlose. 64 Leichen seien in den Straßen gefunden worden, hieß es.
In der Ukraine sind erneut mindestens 38 Menschen der Eiseskälte mit Temperaturen bis minus 32 Grad zum Opfer gefallen. Damit stieg die Zahl der Kältetoten in der ehemaligen Sowjetrepublik seit dem Wochenende nach offiziellen Angaben auf 101, wie das Zivilschutzministerium am Freitag in Kiew mitteilte. Mehr als 1.200 Menschen werden wegen Erfrierungen in Krankenhäusern behandelt. Beobachter vermuten, dass es tatsächlich noch weit mehr Opfer gibt.
Die Regierung des zweitgrößten Flächenstaats Europas erhöhte die Zahl der Wärmestuben, in denen Frierende mit heißen Getränken und Essen versorgt werden, deutlich auf fast 3.000. Die meisten Opfer sind Obdachlose. 64 Leichen seien in den Straßen gefunden worden, hieß es.
Freitag, 3.02.2012, 09:36
Monti: "Fixer Job ist langweilig"
Italiener empören sich über die Bemerkung des Regierungschefs.
In Rom tobt über die Pläne von Regierungschef Mario Monti zur Arbeitsmarktreform eine lebhafte Diskussion. In einem TV-Auftritt rief Monti die Jugendlichen auf, nicht auf einen fixen Arbeitsplatz zu hoffen. "Eine Arbeit fürs ganze Leben ist langweilig. Es ist schön, zu wechseln und sich neuen Herausforderungen zu stellen", kommentierte Monti. Erst diese Woche hatte das Statistikamt Istat mitgeteilt, dass die Jugendarbeitslosigkeit auf ein Rekordhoch von 31 Prozent geklettert ist.
Heftige Kritik an Monti
Monti versicherte, er selber werde nicht lang im Amt bleiben, maximal bis zum Ende der Legislaturperiode im April 2013. "Ich hoffe, dass ich bis dahin noch am Leben bin", scherzte er in Anspielung auf die Hürden, die seiner Regierung im Kampf gegen die Schuldenkrise noch bevorstehen. Seine Worte lösten heftige Kritik aus. "Monti sollte fristlos entlassen werden. Seine Aussagen sind ein Affront für die Millionen von Italienern in finanziellen Nöten", sagte ein Sprecher der Linkspartei FDS.
Die Chefin des stärksten italienischen Gewerkschaftsverbands CIGL, Susanna Camusso, meinte, man müsse zwischen positiver und negativer Flexibilität des Arbeitsmarkts unterscheiden. "Wir wollen die negative Flexibilität, das heißt prekäre Arbeitsverhältnisse, bekämpfen", betonte Camusso. Der Chef des Gewerkschaftsverbands CISL, Luigi Angeletti, betonte, dass Italien einen Beschäftigungsnotstand erlebe. 250.000 Arbeitsplätze würden bis Ende 2012 gefährdet sein. "Dieser Notstand muss dringend in Angriff genommen werden", meinte Angeletti.
Arbeitsministerin Elsa Fornero bekräftigte, dass die Reform zur Flexibilisierung des Arbeitsmarkts für Italien eine dringende Notwendigkeit sei. Demnach soll es für Unternehmer einfacher werden, Mitarbeiter einzustellen und zu entlassen. Flexible Beschäftigung soll für den Arbeitgeber teurer werden. Die Umwandlung eines zeitlich befristeten Arbeitsvertrags in einen unbefristeten soll mit Steuerbegünstigungen aktiv gefördert werden. Die Regierung werde auch ohne die Zustimmung der Gewerkschaften die Arbeitsmarktreform durchsetzen.
Heikelster Aspekt von Montis Arbeitsmarktreform ist die Revision des Paragrafen 18 im Arbeitsgesetzbuch, der Arbeitnehmern mit unbefristeten Verträgen einen weitgehenden Kündigungsschutz garantiert. Die Aufweichung soll die Hürde für Neueinstellungen verringern. Dagegen wehren sich die Arbeitnehmerorganisationen heftig. Paragraf 18 sei ein Eckpfeiler des italienischen Arbeitssystems.
In Rom tobt über die Pläne von Regierungschef Mario Monti zur Arbeitsmarktreform eine lebhafte Diskussion. In einem TV-Auftritt rief Monti die Jugendlichen auf, nicht auf einen fixen Arbeitsplatz zu hoffen. "Eine Arbeit fürs ganze Leben ist langweilig. Es ist schön, zu wechseln und sich neuen Herausforderungen zu stellen", kommentierte Monti. Erst diese Woche hatte das Statistikamt Istat mitgeteilt, dass die Jugendarbeitslosigkeit auf ein Rekordhoch von 31 Prozent geklettert ist.
Heftige Kritik an Monti
Monti versicherte, er selber werde nicht lang im Amt bleiben, maximal bis zum Ende der Legislaturperiode im April 2013. "Ich hoffe, dass ich bis dahin noch am Leben bin", scherzte er in Anspielung auf die Hürden, die seiner Regierung im Kampf gegen die Schuldenkrise noch bevorstehen. Seine Worte lösten heftige Kritik aus. "Monti sollte fristlos entlassen werden. Seine Aussagen sind ein Affront für die Millionen von Italienern in finanziellen Nöten", sagte ein Sprecher der Linkspartei FDS.
Die Chefin des stärksten italienischen Gewerkschaftsverbands CIGL, Susanna Camusso, meinte, man müsse zwischen positiver und negativer Flexibilität des Arbeitsmarkts unterscheiden. "Wir wollen die negative Flexibilität, das heißt prekäre Arbeitsverhältnisse, bekämpfen", betonte Camusso. Der Chef des Gewerkschaftsverbands CISL, Luigi Angeletti, betonte, dass Italien einen Beschäftigungsnotstand erlebe. 250.000 Arbeitsplätze würden bis Ende 2012 gefährdet sein. "Dieser Notstand muss dringend in Angriff genommen werden", meinte Angeletti.
Arbeitsministerin Elsa Fornero bekräftigte, dass die Reform zur Flexibilisierung des Arbeitsmarkts für Italien eine dringende Notwendigkeit sei. Demnach soll es für Unternehmer einfacher werden, Mitarbeiter einzustellen und zu entlassen. Flexible Beschäftigung soll für den Arbeitgeber teurer werden. Die Umwandlung eines zeitlich befristeten Arbeitsvertrags in einen unbefristeten soll mit Steuerbegünstigungen aktiv gefördert werden. Die Regierung werde auch ohne die Zustimmung der Gewerkschaften die Arbeitsmarktreform durchsetzen.
Heikelster Aspekt von Montis Arbeitsmarktreform ist die Revision des Paragrafen 18 im Arbeitsgesetzbuch, der Arbeitnehmern mit unbefristeten Verträgen einen weitgehenden Kündigungsschutz garantiert. Die Aufweichung soll die Hürde für Neueinstellungen verringern. Dagegen wehren sich die Arbeitnehmerorganisationen heftig. Paragraf 18 sei ein Eckpfeiler des italienischen Arbeitssystems.
Freitag, 3.02.2012, 09:28
Torten-Attacke auf Guttenberg
Internet-Aktivisten klatschten dem Ex-Minister eine Torte ins Gesicht.
Die Attacke auf den ehemaligen Minister und nunmehrigen EU-Berater Karl-Theodor zu Guttenberg ereignete sich Donnerstagabend in einem Berliner Kaffeehaus. Während eines Treffens mit Stephan Urbach, einem Mitglied der Piratenpartei und der internationalen Gruppe Telecomix, stürmten eine Handvoll Leute das Lokal. Kurz darauf landete die Torte im Gesicht Guttenbergs.
Die Attacke auf den ehemaligen Minister und nunmehrigen EU-Berater Karl-Theodor zu Guttenberg ereignete sich Donnerstagabend in einem Berliner Kaffeehaus. Während eines Treffens mit Stephan Urbach, einem Mitglied der Piratenpartei und der internationalen Gruppe Telecomix, stürmten eine Handvoll Leute das Lokal. Kurz darauf landete die Torte im Gesicht Guttenbergs.
Freitag, 3.02.2012, 07:43
